Gibt es Snowboarden in Großbritannien?
(Spoiler: So ähnlich. Vielleicht. Irgendwie.)
Ach, Großbritannien... Land des Tees, des Nieselregens und der leichten Enttäuschung. Wenn man an Snowboarden denkt, stellt man sich wahrscheinlich die Alpen, Japans legendäre Pulverschneefelder oder vielleicht Colorados epische Back Bowls vor. Birmingham an einem Dienstagabend im Februar hat man wahrscheinlich nicht vor Augen. Und doch, allen Widrigkeiten zum Trotz, ja, in Großbritannien gibt es Snowboarden. Irgendwie. Schauen wir uns das mal genauer an.
Die harte Wahrheit über britische „Berge“
Wenn du dir hoch aufragende Gipfel, unberührten Pulverschnee und Tage vorstellst, an denen du fährst, bis sich deine Beine anfühlen wie gekochte Spaghetti... hör auf damit. Stell den Wasserkocher an und komm zurück in die Realität.
Unser höchster „Berg“ ist Ben Nevis, was beeindruckend klingt, bis man merkt, dass er kaum höher ist als einige Parkhäuser in Colorado. Und obwohl Schottland durchaus ordentliche Schneemengen bekommen kann, hat es auch die charmante Angewohnheit, darauf eine Woche lang waagerechten Regen folgen zu lassen. Das Ergebnis? Snowboarden in Großbritannien fühlt sich oft an, als würde man eine leicht gefrorene Schneematschpiste hinunterfahren, während einem der nasse Wind ins Gesicht peitscht.
Wo man tatsächlich fahren kann
Es gibt ein paar echte Spots, hauptsächlich in Schottland:
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Glencoe Mountain – Schottlands ältestes Skigebiet. Die Lifte knarren, das Wetter hasst einen, aber das Terrain ist tatsächlich brilliant, wenn die Schneegötter gut gelaunt sind.
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Cairngorm Mountain – Groß nach britischen Standards, was nach globalen Standards „mittelgroßer Hügel“ bedeutet.
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Nevis Range – Schöne Gondel, schöne Aussichten, gelegentliche Powdertage, die einen vergessen lassen, dass die Zehen seit dem Frühstück taub waren.
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Glenshee – Viele Pisten, viel Wind, viel „charakterbildendes“ Wetter.
Und ja, es gibt auch Snozone Milton Keynes und Yorkshire, Chill Factore Manchester und ein paar andere Indoor-Pisten. Man wird mehr Zeit in der Warteschlange für den Lift verbringen als tatsächlich zu fahren, aber es ist perfekt zum Trick-Üben und um so zu tun, als wäre man in den Alpen, wenn man die Augen zusammenkneift und den Geruch von Hot Dogs ignoriert.
Wie Snowboarden in Großbritannien wirklich ist
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Powdertage: Wie Einhörner. Magisch, selten und oft verschwunden, bevor man überhaupt dort ankommt.
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Eis: Oh ja, es gibt Eis. Endloses, knieschüttelndes, Zahnfüllungen lockerndes Eis.
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Menschenmassen: Stell dir vor, ganz London beschließt, am selben Samstag dieselbe 100-Meter-Piste zu befahren.
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Wetter: Vier Jahreszeiten in einer Abfahrt. Regen oben, Sonne in der Mitte, Graupel unten.
Also… Lohnt es sich?
Überraschenderweise ja... wenn man mit der richtigen Einstellung herangeht. Erwarte nicht die Alpen. Erwarte nicht Japan. Erwarte nicht einmal Andorra. Aber erwarte, dass du:
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deine Überlebensinstinkte schärfst
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lernst, bei jedem Wetter zu fahren (sogar bei seitlichem Regen)
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viel lachst, denn was sonst soll man tun?
Und wenn nichts anderes, dann lässt Snowboarden in Großbritannien deine nächste Auslandsreise im Vergleich absolut himmlisch erscheinen.
Fazit
Es gibt Snowboarden in Großbritannien. Es ist rau, es ist feucht, und manchmal hat man das Gefühl, die Natur würde persönlich versuchen, einen vom Berg zu drängen, aber es ist unser. Und wie eine richtige britische Tasse Tee mag es nicht ausgefallen sein, aber es erfüllt seinen Zweck.
Also schnapp dir dein Board, pack deine wasserdichte Kleidung ein und denk daran: Es kommt nicht auf die Größe des Berges an... sondern darauf, wie gut du dich danach darüber beschweren kannst.



